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Rettung hist. Dach Abthaus (26.02.2015)

Denkmalsgerechte Rettung und Sanierung des Daches Abthaus Bauzeit aus dem Jahr 1396

                                                                                                                                                                                                                                                                     Seit Seit dem Jahr 2000 befindet sich die ehemalige Klosteranlage im Besitz des Fördervereins Kloster Buch e. V. , der es für einen symbolischen Preis von 1DM vom Freistaat Sachsen erworben hat. Die wirtschaftliche Grundlage des Klosters, die Ländereien bzw. deren Pachtzins verblieben beim Freistaat. Sehr großes ehrenamtliches Engagement, Unterstützungen durch den Kulturraum, der Stadt und den Landkreis, durch Stiftungsmittel und regionale Hilfe sind die Basis, um das Denkmalensemble zu sichern und zu nutzen und es, überregional anerkannt, als Kulturhistorisches Zentrum zu betreiben

Die nach den Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013 neu angelegten Außenanlagen und durchgeführte denkmalsgerechte Sanierung bzw. Sicherungen bieten Raum für Veranstaltungen wie Konzerte, Bauernmärkte, Kinderprojekte und Führungen.

Der größte Schwerpunkt des derzeitigen Erhalts der Klosteranlage stellt das Dach, Dachdeckung und Tragwerk, und die statisch erforderliche Wiederherstellung des Deckentragwerkes

des ehemaligen Abthauses dar.

Dies ist umso bedeutender, da es sich bei dem Abtshaus um eines der in historischer, baugeschichtlicher und baukünstlerischer Hinsicht anspruchsvollsten Bauwerke des Mittelalters im Freistaat Sachsen handelt. Sein Dachstuhl entstand 1396 und ist auch ein einzigartiges Zeugnis historischer Handwerkstechnik.(Aussage Landesamt Denkmalschutz)

 

So hatten wir es uns vorgestellt und haben es auch begonnen

 

Ziel war und ist die denkmalgerechte Instandsetzung des Daches dieses öffentlich zugänglichen ländlichen sakral- und kulturhistorisch wertvollen Denkmals durch notwendige Arbeiten an Bau- und Dachkonstruktion und technischer Anlage einschließlich Baunebenkosten.

Gemäß den Beantragungen stehen 121T€  Mittel zur Verfügung, bei einem

Eigenanteil  des Verein von 6T€ (Das ist das doppelte Jahresergebnis von 2013!)

Im Jahr 2013 wurde nach fachlicher Bewertung der Fördermittelgeber, des Fördervereins und der Denkmalsbehörden entschieden, diese Mittel auf das unmittelbare Dach des Abthauses zu konzentrieren. Die ursprünglich mit eingeplante Dachsanierung der Infirmerie(Krankenkapelle) wurde in die Zukunft verlegt.

Mit der Sanierung des Dachstuhles und Daches des Abthauses wurde  Ende Mai 2014  begonnen.

 

Feststellungen und erste Konsequenzen nach den ersten Bautagen!

 

Beim Öffnen der Dachhaut und ersten holztechnischen Arbeiten am Dachtragwerk wurden weitere Schäden festgestellt, welche vorab noch nicht erkennbar waren. Ein großer Teil der Deckenbalkenköpfe und Sparrenfüße wurde bei einer älteren

Maßnahme ersetzt und lediglich durch eine Metallklammer am teilweise geschädigten Bestand befestigt. Diese Befestigung hält der Dachlast offenbar nicht vollständig stand, so dass der ersetzte Balkenkopf nach unten/ außen gedrückt wird und die Metallklammern schon angehoben sind. Die Last wird über die Schwelle abgeleitet, welche ebenfalls mehrheitlich zerstört ist.

Die neuen Erkenntnisse haben weitere notwendige Eingriffe zur Folge um das Dachwerk zu stabilisieren und weitere Schäden abzuwenden.

Um das Dachwerk wie bisher geplant denkmalgerecht zu sanieren und in traditioneller Abbundart zu reparieren, so wurde festgestellt,  sind weitere finanzielle Mittel notwendig.

Dazu war es erforderlich weitere und breitere Bereiche der Dielung des Dachgeschosses aufzunehmen, einerseits um den Schädigungsgrad festzustellen und andererseits um überhaupt die Balkenkopfsanierung ausführen zu können. Das Dachtragwerk wird nunmehr als teilweise instabil eingeschätzt. Notsicherungen waren vorzubereiten.

Zur Sicherung dieser weiteren finanziellen Mittel wurden die Fördermittelgeber, das Landesamt Denkmalsschutz und das Land Sachsen um Hilfe gebeten. Es erfolgten in jeden Fall positive Reaktionen, aber leider zeichnete sich noch kein konkreter Lösungsansatz und Ablauf ab.

 

Weitere festgestellte gravierende Schäden nunmehr im Deckentragwerk -

 statisch erforderliche Wiederherstellung des Deckentragwerkes

 

Im Zuge der vorgesehenen Balkenkopfsanierung wurden die Decken im Randbereich geöffnet. Dabei wurden gravierende Schädigungen (starke Zersetzungen bis nicht mehr vorhanden) an den Deckenbalken festgestellt. Um das Ausmaß der Schädigungen statisch und holzschutztechnisch eindeutig beurteilen zu können, mussten die gesamten Fußböden im Dachgeschoß geöffnet werden. Dadurch wurden zusätzlich zu den Holzschäden bauliche Fehlmaßnahmen (angestückte Balken ohne Verbindung untereinander u. ä.) sichtbar.

In Zusammenarbeit zwischen Holzschutzgutachter/Statiker/Zimmerer mussten die Maßnahmen zur statisch erforderlichen, denkmalgerechten Wiederherstellung des Deckentragwerkes sofort erfasst werden.

Ende Juli wurde die Kostenübersicht  erarbeitet.

Die denkmalsgerechte Variante , die vom Landesamt für Denkmalspflege und der Denkmalsbehörde LRA MSN favorisiert und für dieses hist. wertvolles Gebäude nur in Frage kommt, hat ein gesamtes zusätzliches Kostengefüge von 183t€ .

Nach Einbeziehung des Fachbereiches des Freistaates Sachsen hat der Förderverein Kloster Buch e.V. mit 150T€ Unterstützung aus dem sogenannten "Mauerfonds" seitens des Haushaltsausschuss des Bundestages erfahren.

Die weitere Absicherung obliegt dem Förderverein Kloster Buch e.V. . Wir haben uns an die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, Deutsche Stiftung Denkmalsschutz und weitere Stiftungen sowie an unsere regionale Wirtschaft bezüglich der finanziellen Unterstützung gewandt.

 

Ende Januar 2015 konnten auf Grund eines sogenannten "förderunschädlichen Baubeginn" die Freilegung der gesamten Geschossdecke und auch damit der historischen Decke im Abtzimmer erfolgen. Die Schäden sind riesig. Zum Teil ist die Tragfähigkeit nur mit Hilfskonstruktionen zu gewährleisten

Ableitend daraus wenden wir uns heute an "Alle" mit der Bitte um eine Unterstützung bei diesem Bauvorhaben "Statisch erforderliche Wiederherstellung des Deckentragwerkes" .

 

Für diese Hilfe bittet der Förderverein Kloster Buch e.V. und bedankt sich im Voraus.

Es ist die Hilfe, um für ein bedeutsames Denkmal die Zukunft zu sichern!

 

Der Vorstand des Vereins

 

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