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Festveranstaltung

17.05.2017

825 Jahre Erstbezug des Klosters Buch und 20 Jahre Förderverein Kloster Buch e.V. - das sind gleich 2 Jubiläen, die eine besondere Würdigung verdienen und gleichzeitig Gelegenheit für einen Rückblick geben.

Viele geladene Gäste aus den verschiedensten Bereichen fanden sich dafür am 17.05.2017 im Kloster Buch ein. Zu ihnen gehörten Partner, Förderer, langjährige Wegbegleiter, ehrenamtliche Mitarbeiter und Unterstützer aus den Bereichen Denkmalschutz und -pflege, Handwerk und Politik, Mitglieder des Leisniger Geschichts- und Heimatvereins sowie des Fördervereins Kloster Buch e.V. bis hin zu Vertretern der Charte und der Kirchgemeinde Leisnig.

Die Feierlichkeiten begannen in der Gutskapelle mit einem Stundengebet mit Andacht, gehalten von Pfarrer Lutz Behrisch.

Im Anschluss spielte im ehemaligen Kuhstall das Blechbläserquartett der Musikschule Döbeln unter der Leitung von Herrn Andreas Berger verschiedene Stücke und setzte mit einem "Happy Birthday" in einer Swing-Version den musikalischen Übergang zum weiteren Verlauf der Festveranstaltung.

Der Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Kloster Buch e.V., Herr Heiner Stephan, ergriff als erster das Wort. In seiner Rede beleuchtete er speziell die Entwicklung der Klosteranlage nach der Wende und der Auflösung des letzten Staatsgutes. Angefangen mit den ungeklärten Eigentumsverhältnissen, über die ersten Arbeiten auf dem Gelände, u.a. den Rückbau verschiedener Bauten betreffend, das Engagement vieler Unterstützer, aber auch der Hürden, die es zu überwinden galt bis hin zum Hochwasser im Jahr 2002. Ein Rückblick auf verschiedene Ereignisse und Projekte der vergangenen zwei Jahrzehnte durfte auch nicht fehlen.

Sein besonderer Dank ging an die vielen Helfer der vergangenen Jahre, allen voran an die Mitglieder des Leisniger Geschichts- und Heimatvereins, ohne deren engagierten Einsatz vieles im Kloster Buch nicht möglich geworden wäre. Aber auch die ersten Arbeitskräfte, die im Kloster als ABM oder über andere Fördermaßnahmen tätig waren, haben einen großen Beitrag zum Erhalt der historischen Anlage geleistet und u.a. Gebäude aus der Landwirtschaftszeit zurück gebaut. Ihre großartige Arbeit kann nicht hoch genug geschätzt werden.

Selbstverständlich kamen in der Rede des Vorstandsvorsitzenden auch die vielen weiteren Förderer und Unterstützer nicht zu kurz. Zu ihnen zählen verschiedene Stiftungen, Archäologie und Bauforschung, die Denkmalsschutz- und Denkmalspflegebehörden, langjährige Partner aus den Bereichen Restauration sowie Architektur, der Feuerwehr (die besonders zum Hochwasser 2002 viel zu tun hatte in Klosterbuch) und der Arbeitsagentur (für die Förderung verschiedener Arbeitsmaßnahmen). Des Weiteren dankte er den Unterstützern aus dem Bereich Politik, dem Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, dem Sächsischen Heimatschutz, der Landesstelle für Museumswesen, dem Mittelsächsischen Kultursommer sowie verschiedenen Handwerksfirmen, für die fachmännische und denkmalsgerechte Umsetzung der angefallenen Arbeiten. Sehr am Herzen lag Heiner Stephan die Würdigung der Arbeit der vielen Ehrenamtlichen sowie der ehemaligen und jetzigen Mitarbeiter des Fördervereins Kloster Buch e.V., die sich seit vielen Jahre unermüdlich für die historische Anlage und ihren Erhalt einsetzen.

Dr. Bert Meister ging im Anschluss auf die Historie der Klosteranlage und ihre Bedeutung ein. Er führte die Gäste zurück in die Zeit des aktiven Klosterbetriebes und gab mit seiner lebendigen Erzählweise einen geschichtlichen Rückblick.

Herr Heiner Stephan, der durch die Festveranstaltung führte, übergab dann das Wort an verschiedene Redner, die Grußworte und Glückwünsche an den Förderverein überbrachten. Zu ihnen gehörten Landrat Matthias Damm, der Bürgermeister von Leisnig Tobias Goth, Wolfgang Kalus vom Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, Dr. Steffen Delang vom Landesamt für Denkmalpflege, Lothar Schmidt (Erster Ehrenamtlicher Stellvertreter des OBM von Döbeln), Maik Schröder vom Architekturbüro sowie Dr. Thomas Westphalen vom Landesamt für Archäologie.

Sie alle würdigten die Erfolge des Fördervereins, die interessante und erfolgreiche Zusammenarbeit und die Leistungen, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vollbracht wurden.

Während eines kleinen Imbisses, der mit dem Anschnitt der Jubiläumstorte begann, kam es zu vielen anregenden Gesprächen und Unterhaltungen.

Die historischen Räume wie Dormitorium, Infirmerie oder auch die Gutskapelle standen für die Gäste offen. Mitarbeiter des Klosters, Mitglieder des Heimatvereines sowie Dipl.-Restaurator Thomas Schmidt gaben an den einzelnen Stationen nähere Informationen an das interessierte Publikum weiter. Zusätzlich fand mit Herrn Jürgen Otto im neuen Museumsraum im Abthaus ein Diavortrag über das Kloster Buch statt.

 

Bilder zur Festveranstaltung finden Sie in unserer Fotogalerie.